Bürgermeisterinnen und Bürgermeister schätzen LAG als wichtige regionale Plattform.
„Der Austausch zwischen Erfahrung und Neubeginn ist ein wichtiger Beitrag für unsere regionale Zusammenarbeit.“ Mit diesem Worten begrüßte Vorsitzender Günther Pfefferer sowohl die amtierenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister als auch die künftigen kommunalen Verantwortungsträger, die ab Mai neu in ihre Ämter starten, zum Netzwerktreffen der LAG Monheimer Alb-AltmühlJura.
Der Termin sei bewusst kurz vor der Amtsübergabe, die derzeit in sechs der 17 LAG-Kommunen stattfindet, gewählt worden. Die LEADER-Förderung stellte Pfefferer als zentrales Instrument für die Entwicklung der Region Monheimer Alb–AltmühlJura heraus. Sie ermögliche es, Projekte aus den Kommunen heraus zu entwickeln und nach dem Bottom-up-Prinzip umzusetzen – mit spürbarem Nutzen für Innovationskraft und Identifikation vor Ort. Einen besonders anschaulichen Einstieg in die Vorstellungsrunde wählte Geschäftsführerin Melanie Pruis-Obel: Jeder kommunale Vertreter erhielt ein Puzzleteil mit dem Gemeindeumriss. Stück für Stück entstand so das vollständige Bild der LAG – ein starkes Symbol für das gemeinsame Handeln. „Jede Gemeinde ist ein wichtiger Teil des Ganzen“, wurde dabei sinngemäß deutlich, als die Teilnehmenden ihre Puzzleteile anbrachten und sich kurz vorstellten. Schnell wurde dabei sichtbar, wie vielfältig LEADER in der Region bereits wirkt. Die von den Bürgermeistern angeführten Beispiele reichten von Pumptrack- und Multisport-Anlagen, über die Neugestaltung von Hallen- und Freibädern, Projekte in der touristischen Infrastruktur, Umwelt-, Landwirtschafts- und Klimaschutzmaßnahmen bis hin zur Daseinsvorsorge durch Dorfläden und vieles andere mehr. Pfefferer betonte: „Wichtig ist, dass das Instrument weiter genutzt wird.“
Auch aus den Mitgliedskommunen kamen zahlreiche Einblicke: Wolferstadts bisheriger Bürgermeister Philipp Schlapak berichtete von Bürgerengagement-Maßnahmen und neuen Ideen, Bürgermeister Alfred Maderer aus Langenaltheim machte deutlich, wie wertvoll die interkommunale Zusammenarbeit ist: „Ich bin sehr gern in der LAG – der Austausch bringt neue Ideen.“
Besonders prägnant formulierte es Ottings Bürgermeister Wolfgang Lechner: „Der Mitgliedsbeitrag tut mir nicht weh, weil auch die Vereine unserer Gemeinde einen Nutzen aus der LAG ziehen können.“ Immer wieder wurde betont: LEADER ist mehr als ein Förderprogramm – es ist ein wichtiges und hilfreiches Netzwerk. Wemdings stellvertretender Bürgermeister Johann Roßkopf hob den Wert von Zusammenhalt hervor: „Es ist wichtig, auch über die eigene Gemeinde hinauszudenken.“ Der zweite Vorsitzende Tobias Eberle, Bürgermeister in Solnhofen, ermutigte die Anwesenden ausdrücklich, bei Fragen oder Projektideen jederzeit die Geschäftsstelle zu kontaktieren. Und Kaisheims scheidender Bürgermeister Martin Scharr brachte es persönlich auf den Punkt: „Genießen Sie die Zeit und den Zusammenhalt, den man bei LEADER erleben darf.“ Auch kritische Erfahrungen fanden Raum: Harburgs Bürgermeister Christoph Schmidt schilderte offen den schwierigen Start in die aktuelle Förderperiode, betonte jedoch die positive Entwicklung der letzten Jahre. Projekte wie das Multifunktionsspielfeld oder aktuell der Inklusionsspielplatz würden erfolgreich umgesetzt – ein Zeichen für gewachsenes Vertrauen und funktionierende Zusammenarbeit.
Zum Abschluss machte Melanie Pruis-Obel deutlich, welche Rolle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im LEADER-System einnehmen: „Sie sind Impulsgeber, Vernetzer, Unterstützer und strategische Mitgestalter.“ LEADER biete dabei nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch einen echten Gestaltungsspielraum: Projekte aus der Region für die Region, starke Netzwerke und Wissenstransfer, Raum für Innovation und neue Ideen sowie eine Stärkung der lokalen Identität und Sichtbarkeit. Die Geschäftsführerin brachte es auf den Punkt: „Die LAG ist kein zusätzlicher Aufwand – sie ist ein Werkzeugkasten für Ihre Gemeinde.“ Im anschließenden Austausch bei einer gemeinsamen Brotzeit wurde deutlich, was LEADER im Kern ausmacht: persönliche Begegnungen, neue Ideen und das gemeinsame Ziel, die Region aktiv zu gestalten und resilient aufzustellen.







